Elasmosaurus – Wie gefährlich waren Meeressaurier?
Shownotes
Für unseren heutigen Gast muss Nora ausnahmsweise das Haus verlassen – denn wir treffen den Elasmosaurus, einen Meeressaurier. Witzig: Als die ersten Überreste von Elasmosaurus gefunden wurden, haben die Forschenden sie zunächst falsch zusammengesetzt und dabei Hals und Schwanz vertauscht. Wir sprechen deswegen mit Dinoforscher Oliver darüber, woher er eigentlich weiß, wie er ein neues Skelett zusammenbauen muss, und ob man aus Knochen ablesen kann, wie gefährlich ein Saurier wirklich war.
Wenn du auch eine Frage an Oliver hast, schick uns gerne eine Mail an podcast.dingdongdino@gmail.com
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00:00:08: Hallo liebe Kinder und herzlich willkommen zum Saurier-Tag.
00:00:52: Heute haben wir wieder eine neue Folge Dingdong Dino für euch!
00:00:56: Ich bin Nora, zusammen mit Dinoforscher Oliver lernen wir hier alles was ihr über Sauria wissen wollt – und noch viel mehr.
00:01:03: In jeder Folge lernt ihr ein Sauriabesser kennen.
00:01:06: Heute hat sich Willmar gewünscht dass wir über den Elasmusaurus sprechen.
00:01:15: Mein Lieblings-Meeresaurier ist der Elasmusaurier, weil er so einen lustigen langen Hals hat.
00:01:23: Und ich möchte, dass ihr die Folge darüber macht, weil ich möchte noch mehr über ihn erfahren zum Beispiel was er gegessen hat und wie langsam es wirklich war.
00:01:37: Danke Wilma!
00:01:39: Wir haben hier bei Ding Dong Dino tatsächlich noch nie über Meeresauriere gesprochen.
00:01:43: Ich finde, es wird höchste Zeit, dass wir das ändern.
00:01:45: Ja auch?
00:01:48: Kommt!
00:01:49: Dann laden wir den Elasmosaurus einfach mal ein.
00:01:52: Wobei nie?
00:01:53: ich muss dafür wohl eher zu ihm gehen also ans Wasser.
00:02:00: Hallo Elasmo-Sauros!
00:02:04: Ich seltsich mal zu dir hier an's Ufer Denn unsere kleinen Hörerinnen und Hörern möchten ganz viel über dich und andere Meeresaure lernen.
00:02:13: Einmal kurz unter uns Kinder Elasmosaurus war gar kein Dinosaurier, sondern ein Meeresreptil das im Wasser gelebt hat.
00:02:20: Er hat nur zur gleichen Zeit gelebt wie die Dinosuria!
00:02:23: Aber wisst ihr?
00:02:24: Wenn ich mir Elasemosaurus so ansehe, dann sieht er den Dinosoriern schon sehr ähnlich... Elasmosaurus war etwa zehn Meter lang – solange wie heute ein Buckelwahl.
00:02:34: Er hatte vier Flossen, einen runden Körper, einen sehr langen Hals und einen kleinen Kopf mit spitzen Zehen.
00:02:40: Für mich sieht er aus wie eine Mischung aus Wal, Meeresschildkröte und Brachiosaurus.
00:02:46: Und irgendwie auch ein bisschen so, wie ich mir einen Seeungeheuer vorstelle.
00:02:51: Elasmusaurus hatte so Spitzezene, weil er ein Fleischfresser war.
00:02:55: Er jagte v.a.
00:02:56: Fische, Tintenfische und andere kleine Meerestiere.
00:03:00: Mit seinem langen Hals war er sehr beweglich, obwohl er einen so großen Körper hatte.
00:03:05: Vielleicht war es sogar so, dass er sein Langhals wie eine Angel benutzte?
00:03:09: Er ließ vielleicht den Körper ruhig im Wasser schweben und schnappte dann mit dem Kopf nach vorbeischwimmender Beute.
00:03:17: Wie Wale und Delfine musste auch Elasmosaurus regelmäßig an die Wasseroberfläche kommen, um Luft zu holen.
00:03:23: Wisste was superlustig ist?
00:03:25: Als die ersten Überreste von Elasmosaurus gefunden wurden haben die Forschenden sich erst vertan.
00:03:31: Sie dachten der lange Hals wäre der Schwanz – und setzten den Kopf deswegen aus Versehen an das falsche Ende des Tieres!
00:03:39: Aber inzwischen wissen wir, dass Elasmusaurus einen kurzen Schwanz und einen langen Hals hatte.
00:03:43: Nicht umgekehrt!
00:03:45: Jetzt wird es aber Zeit, dass wir Oliver dem Dino-Forscher unsere Fragen stellen….
00:03:51: Hallo lieber Oliver – wie schön, dass du auch heute bei uns bist!
00:03:55: Ich würde sagen, wir legen direkt los!
00:03:58: Wie schwierig ist das eigentlich?
00:04:00: Dino Knochen und Fossilien richtig
00:04:02: zusammenzusetzen?!
00:04:03: Ja, da kann ich das sagen.
00:04:04: Sehr schwierig!
00:04:08: Das ist... Man muss viele Jahre dafür studieren und die Knochen studieren.
00:04:12: Und ganz ehrlich, ich selber macht auch manchmal immer noch Fehler.
00:04:16: Das passiert einfach wenn man mit Material arbeitet was unvollständig ist.
00:04:20: Diese Knochern haben ja meistens nicht mehr die originale Formen, die sie damals hatten sondern die sind meistens durch gebirgsbildende Vorgänge nochmal unter Druck geraten und dann verformt worden sehen also anders aus sind zerbrochen.
00:04:32: eventuell dass dann richtig zusammenzusetzen ist gar nicht so leicht.
00:04:37: Es braucht viel Erfahrung und manchmal auch ein bisschen ausprobieren, um das bestmögliche Passergebnis hinzubekommen.
00:04:45: Was war denn die längste Zeit, die du gebraucht hast, um ins Gewett zusammen zu setzen?
00:04:50: Ui, ich glaube, ich bin immer noch nicht fertig bei manchen.
00:04:54: Also die Sache ist viele von diesen Funden müssen natürlich auch noch präpariert werden.
00:04:58: und allein die Präparationen, wenn man sich überlegt so ein Riesendinosaurier der vielleicht fünfunddreißig Meter lang ist, der hat da nach dreihundert Knochen, diese dreihundert Knochens sind im Gestein eingeschlossen und alleine die Präration von so einem Tier kann schon mindestens zehn Jahre dauern.
00:05:15: Könntest du einmal erklären was präpareieren?
00:05:17: Präperation Genau bedeutet?
00:05:20: Der Präparation versteht man eigentlich das Freilegen und das Festigen von Fussierfunden.
00:05:28: Das heißt, wir müssen die ja im Steinbruch oder im Gelände auch ausgraben dann sind sie meistens schon ein bisschen zerbrechlich.
00:05:34: also gerade Dino-Knochen.
00:05:35: Man denkt zwar die sind aus Steine und Versteinert aber die sind meistens auch ganz viel in Rissen durchzogen Und wenn wir die jetzt einfach hochheben würden, dann werden sie in der Hand zerbröseln.
00:05:43: Dann hätte man nur noch kleine Brösel.
00:05:44: Das will man natürlich nicht!
00:05:45: D.h.,
00:05:46: man muss da ganz viel Kleber reinmachen, der das konserviert und diese Wirbel insbesondere sind auch super fragil also sehr zerbrechlich.
00:05:53: Also auch die Schädelknochen sind super dünn und die kann man auch nicht einfach so aus dem Gestein rausnehmen sondern da muss man ganz vorsichtig unter den Mikroskop mit so ein ganz mini Presslufthammer in der hand oder manchmal auch nur so ein kleiner Schaber Kratzen, um die Knochen freizulegen und das ganze Gestein was da noch drum rum ist wegzubekommen.
00:06:12: Und das ist die Präparation und dass es auch das was super lange dauert in unserer Wissenschaft.
00:06:17: Also das dauert allein vermutlich mit unter schon Jahre und jetzt kann man nicht mal... Das schafft ihr nicht an einem Nachmittag?
00:06:24: Nein!
00:06:24: Also manchmal ist es ganz toll, da kann man auf dem Stein drauf hauen dann springt er auf und dann ist das Fussier frei gelegt und man muss nichts mehr machen.
00:06:31: Das war für mich dieses Jahr auch so ein Aha-Erlebnis.
00:06:33: ich war in Südafrika auf einer Grabung mit Und da war das genauso.
00:06:37: Das war das erste Mal, ich mach' das jetzt seit dreißig Jahren die Nuss auskrammen und es war das Erste mal dass ich wirklich mich hinsetzen konnte einen Besen nehmen konnte erst einmal grob den Boden abfegen und wenn dann irgendwie was härteres kam zum Pinselwechseln konnte zum Kleinen und mit dem Pinsel wirklich ganz fein weiter pinseln konnte und der Knochen
00:06:55: kam raus.
00:06:58: Wie wir jetzt beim Elasmosaurus gelernt haben, ist es wirklich auch nicht immer so einfach die Skelette zusammenzusetzen.
00:07:05: Wie schwierig ist das denn für euch Dino-Forscherinnen und Dinoforscher?
00:07:09: Beim Elasmosaurus war das eine Sache.
00:07:11: Es passiert aber immer noch, muss man sagen.
00:07:13: Es gibt immer noch Beschreibungen von Tieren, die sich dann im Nachhinein rausstellen als nicht ganz zutreffend.
00:07:20: Insbesondere wenn die Skelette nicht mehr komplett in Zusammenhang liegen sondern wenn sie zum Beispiel schon vor der Einbettung zu fallen sind.
00:07:27: Also wenn die Kadaver verwesten und die Knochen im Wasser bewegt worden sind, dann vielleicht auch Knochern von verschiedenen Tieren zusammengespült wurden, wird es super schwierig zu sagen was gehört jetzt zu welchem Tier?
00:07:41: Woher wisst ihr Forscherinnen und Forscher denn wie gefährlich Meeresaurier wieder Elas Mosaurea waren?
00:07:47: Wir gucken uns das Gillette an wir schauen uns natürlich auch die Kiefer an bei Elas dass ganz spitze Zähne waren.
00:07:56: Und mit solchen Spitzenzähnen kann man super Sachen fangen und festhalten, aber man kann zum Beispiel nicht gut Fleisch schneiden.
00:08:04: Dann wissen wir
00:08:04: z.B.,
00:08:05: okay der wird jetzt nicht am Strand auf Beute gehofft haben sondern hat er im Meer aktiv nach Fischen gejagt.
00:08:11: Das sieht man dann durchaus am
00:08:12: Skelett.".
00:08:13: Jetzt ist wieder Zeit für die Kinderfragen, die auch einiges zu Meeresauriern wissen wollen!
00:08:18: Die erste Frage kommt heute von Lasse
00:08:21: Jahre alt und möchte gerne wissen, welche ganzen Meereslinosaurier in der Uhrzeit gelebt haben.
00:08:39: Ja, also alle Meeresaurier kann ich nicht nennen.
00:08:42: Das sind wirklich sehr viele!
00:08:44: Wir sagen einfach mal die großen Gruppen, die es gab und ich beschreibe dir einfach mal kurz im Meer ja?
00:08:49: Der Elasmosaurus den hatten wir ja schon da gehörte zu den Bläsiosauriern Also die Schwannen als Paddlexen könnte man vielleicht sagen Und das sind welche, die hatten auch so einen langen Hals der an Gliedmaßen vorn und hinten waren schon zu paddeln umgebildet und Die verwandten von denen Das waren die Bliosaurus.
00:09:10: Und diese Bliosaurier sahen im Prinzip genauso aus, sie hatten nur einen größeren Kopf und einen ganz kurzen Hals.
00:09:16: Die haben alle Fische gejagt, insbesondere auch Tintenfische vielleicht noch zusätzlich so also schnell sich im Wasser bewegende Beute gesucht und das hat relativ gut geklappt!
00:09:26: Die dritte Gruppe sind die Fischsaurier, die Ich-Diosaurier.
00:09:30: Sie sehen im Prinzip aus wie der Fine bloß dass die Schwanzflosse bei denen aufrecht stand und nicht seitlich geklappt war.
00:09:39: Man sonst sieht sie also von der Körperform aus, wie heutige Define sind aber mit denen nicht verwandt.
00:09:44: Aber das zeigt zum Beispiel dass die gleichen Anpassungen in dem Lebensraum auch zu gleichen Anpassenen im Skelett.
00:09:49: dann führen einfach Die letzte Gruppe, die dann gerade in der Kreidezeit super erfolgreich wurde es sind die Mosasaurier.
00:09:56: Das sind halt wirklich große massive Tiere auch gewesen also über viel größer als die Meter Mit Zähnen, die viel dicker sind als mein Daumen Und die haben dann wahrscheinlich auch viele andere Meerestiere gefressen.
00:10:09: Der Elasmosaurus hatte ja wirklich eine ganz spezielle Körperform und dazu haben wir einige Fragen bekommen, nämlich dazu warum Dinosaurier aussahen wie sie ausnahm und warum sie auch so unterschiedlich waren.
00:10:20: Konstantinos will zum Beispiel wissen... Mein
00:10:23: Name ist Konstantinos Olskouvis und meine Frage ist noch, warum der Canotaurus die Hörner hat?
00:10:30: Warum hatte Canotorus Hörna?
00:10:33: Also, der Carnotaurus ist ja ein großer Raubdinosaurier.
00:10:36: Der hat auch relativ kurze Arme und hat einen ziemlich gequetschten Kopf muss man sagen also sehr kurz zu schnauern eigentlich und hat diese komischen Hörner oben am Kopf drauf.
00:10:46: Das ist ein bisschen aussehen wie Teufelshörnchen.
00:10:49: Und diese Carnot-Dinosauriere waren in Südamerika verbreitet haben dort gelebt und wir wissen... nicht allzu viel über deren Sozialleben zum Beispiel.
00:11:00: Wir können natürlich jetzt Vermutungen anstellen, dass die mit diesen Hörnchen gegenseitig sich vielleicht am Kopf gehauen haben um dann irgendwie um die Weibchen zu kämpfen oder vielleicht auch das die weibchen von den größten Hörnschen am meisten beeindruckt waren und dass sie so ihre Partnerwahl getroffen haben.
00:11:18: Beim Elasmusaurus haben wir gerade schon gehört wurde ja lange überlegt an welches Ende der Kopf gehört.
00:11:24: Jonas möchte wissen
00:11:26: Hallo,
00:11:26: ich bin der Jonas.
00:11:27: Ich bin sieben
00:11:28: Jahre alt und mag
00:11:30: gerne wissen warum hatten Dinos unterschiedliche große Köpfe?
00:11:35: Die Kopfgröße bei den Dinos hängt natürlich davon ab was haben die gefressen?
00:11:40: wenn man viele Pflanzen frisst und die zum Beispiel sehr hart sind und man die Nahrung gut zerreiben muss im Mund dann braucht man dafür viele Zähne.
00:11:49: das gab es zum Beispiel bei den Onitopoden Also in der Gruppe, wo die Enten Schnabeldinosaurier zum Beispiel mit drin sind oder Iguanodon mit drin ist.
00:11:56: Und da gibt es immer verschiedene Strategien.
00:11:59: Die Deraubdinosaurier brauchten z.B.
00:12:01: große Muskeln damit sie schnell und kraftvoll zubeißen konnten um ihre Beute zu fangen.
00:12:07: Das sieht man ja wenn man sich so ein Schädel anschaut vom Tyrannosaurus rex.
00:12:11: Der ist ja super groß und supermassiv Also ganz dicke Knochen auch mit wahrscheinlich eben so großen Muskelpaketen damals dran.
00:12:18: Und wenn man sich jetzt zum Beispiel die Köpfe anschaut von den Sauropoden, also den Langkreisdinosauriern dann sind sie eigentlich gar nicht so klein.
00:12:28: aber wenn mal dann mal schaut wie groß die Tiere eigentlich waren dann sieht man im Vergleich dazu sind die Köpfel schon sehr klein und da ist es auch ganz klar warum der so klein sein musste bei diesen Langkreistinosaurien weil dieser lange Hebel von diesem Hals hat das natürlich immer nach unten gezogen.
00:12:44: Giraffen haben ja auch ein verhältnismäßig eher kleinen Kopf, wenn man sich das gesamte Tier anschaut.
00:12:49: Genau!
00:12:49: Das ist ein guter Vergleich.
00:12:51: Nora, wenn ihr jetzt anschaut, Giraffe und Elefant... Ein Elefante hat einen riesen Kopf, der frisst den ganzen Tag, er hat auch riesige Zähne übrigens.
00:12:59: Und eine Giraffe hat einen ziemlich kleinen Kopf.
00:13:02: So einen elefanten Kopf auf einer Giraffe drauf, das würde nicht funktionieren weil das könnte der Hals nicht mehr tragen.
00:13:07: Danke lieber Oliver, das hat wieder riesigen Spaß gemacht.
00:13:09: wir sehen uns nächste Woche.
00:13:10: Mir auch danke Nora.
00:13:15: Liebe Kinder, das war's schon wieder mit dieser Folge Ding Dong Dino.
00:13:19: Wir hoffen sie hat euch gefallen und ihr konntet – genau wie ich – noch etwas Neues lernen!
00:13:24: Wir danken euch für die vielen Fragen und vielen Dank auch an Oliver dafür dass er uns beim Beantworten geholfen hat.
00:13:30: In der nächsten Folge sprechen wir über den Ankylosaurus und freuen uns wenn ihr auch wieder dabei seid.
00:13:36: Bis dahin wünschen wir euch eine schöne Woche.
00:13:39: Tschüss Kinder, tschüß Oliver und tschüs Elasmusaurus.
00:13:43: Guten Tauchgang.
00:13:43: Wenn euch diese Folge gefallen hat, dann freuen wir uns total wenn ihr euren Freundinnen und Freunden von Ding Dong Dino erzählt.
00:13:53: Und wenn ihr auch eine Frage für Oliver habt, dann schreibt sie in die Kommentare bei Spotify oder schickt uns eine Mail an podcast.dingdongdinoatgmail.com.
00:14:03: Die Adresse findet ihr – und eure Eltern – auch noch mal in der Beschreibung!
00:14:09: Wir bedanken uns bei Dr.
00:14:17: Oliver Wings für die Mitarbeit!
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